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Förderverein weiterhin dringend auf Standortsuche-
Mitgliederversammlung zieht positive Bilanz der vielfältigen Aktivitäten für Kinder und Jugendliche im ersten Vereinsjahr
Die Bilanz der ersten Mitgliederversammlung des Fördervereins Europäische Jugendfreizeit- und Bildungsstätte Bleichtal e.V. konnte sich sehen lassen: Vorsitzende Wilma Mall berichtete über die vielfältigen Aktivitäten, die der noch junge Verein in den ersten eineinhalb Jahren seit Bestehen bereits auf die Beine gestellt hatte: Töpferkurse, Bastelangebote, Adventsbacknachmittage, Nachtwanderungen und lange Lesenächte waren besondere Angebote für Kinder und Jugendliche aus Bleichheim und der ganzen Umgebung und wurden sehr gut besucht.
Exkursionen und Abenteuer-Zeltlager wie die Reise an den Bodensee, das Zeltlager am Abenteuerspielplatz in Zittau zogen zahlreiche Teilnehmer an, ebenso wie die Freizeitaktivitäten auf dem Ponyhof Mall in Bleichheim, die sich zumeist rund um den Umgang mit Pferden drehten. Ein besonderes Highlight war die Ortsranderholung „Wir in Europa“, für Kinder und Jugendliche aus der ganzen Region, die während der Sommerferien drei Wochen „Urlaub ohne Kofferpacken“ machten. Durchschnittlich 35 Kinder pro Woche wurden morgens aus dem ganzen nördlichen Landkreis und darüber hinaus mit dem Bus abgeholt, erlebten den ganzen Tag über ein buntes Programm, wurden rundum verpflegt und abends wohlbehalten wieder zu Hause abgesetzt: Ein Angebot, das auch vor allem berufstätige Eltern zu schätzen wussten.
Lob der bisherigen Arbeit und gute Wünsche für die Zukunft gab es für den Förderverein durch Grußworte von Marianne Wonnay (MdL), Peter Dreßen (MdB) und dem Geschäftsführer des Bundes der Jugendfarmen, H.-J. Lange. Edeltraut Grimm und Martin Sattler bedankten sich bei den vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern und allen, die durch Sach- und Geldspenden zum Gelingen der Aktivitäten beigetragen hatten.
Herbolzheims Bürgermeister Schilling sprach in seiner Funktion als Aufsichtsrat im Förderverein die Standortfrage an: Bisher konnte für die Aktivitäten des Fördervereins leider kein geeignetes Areal, möglichst schon mit einer Teilbebauung, gefunden werden. Gedacht ist an ein Gelände, das die Haltung und Pflege von Ponies in Offenställen , die Errichtung eines kleinen Reitplatzes und einer Koppel ermöglicht. Ideal wäre, wenn schon kleine Räumlichkeiten zur Verfügung ständen, die als Gemeinschaftsraum genutzt werden könnten. Infrage kämen auch Kooperationen mit Betrieben in der Region, die vor einer Wirtschaftsänderung stehen, sowohl Kauf als auch Pacht sind möglich. Die Suche nach einem geeigneten Standort wurde von der Mitgliederversammlung einstimmig mit höchster Priorität belegt und soll nun vorrangig betrieben werden.
Obwohl die Kinder und Jugendlichen, die die Angebote des Fördervereins nutzen, keine Mitglieder zu sein brauchen, wünscht sich der Förderverein im kommenden Vereinsjahr doch noch mehr Mitglieder und Förderer, die den Verein ideell, finanziell und durch Sachspenden unterstützen.
Trotz Standortsuche hat sich der Förderverein für das Jahr 2000 wieder vielfältige Aktivitäten vorgenommen, über die man sich zukünftig auch im Internet unter www.europaeische-jugend.de informieren kann.
Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Julia Kern Tel. 0174/209 6 218
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Freiwillig lernen in den Osterferien ?
Es hat sich gelohnt - Alle Prüflinge haben jetzt den Reiterpass in der Tasche
Für zwei junge Frauen, einen Jungen und neun Mädchen hat sich das theoretische und praktische Lernen in den Osterferien ausgezahlt: Sie haben die Reiterpassprüfung auf dem Ponyhof in Bleichheim bestanden. Der Fördervereins „Europäische Jugendfreizeit- und Bildungsstätte Bleichtal e.V." hatte zum wiederholten Mal ein rundes Angebot für den Reiternachwuchs gemacht:
Am Wochenende vor der Reiterpasswoche nahmen die Kinder und Jugendlichen bereits sehr interessiert an einem Ersthelferkurs des Deutschen Roten Kreuzes teil, der kompetent von Anke Noth und Regina Heitzmann durchgeführt wurde. Die Reiterpasswoche selbst bot für die jungen Reiterinnen und Reiter Übernachtung auf dem Ponyhof, volle Verpflegung, gemeinsame praktische und theoretische Prüfungsvorbereitung inklusive Prüfungsgebühren und Lehrmaterial.
Der sichere Umgang mit dem Pferd, Fütterung, Haltung und Pflege wurden geübt und besprochen. Die Vermittlung von Kenntnissen in der Straßenverkehrsordnung, das sichere Beherrschen des Pferdes im Gelände und das Verhalten in Wald und Flur standen ebenfalls auf dem Ausbildungsprogramm. Förster Franz Bruder nahm sich Zeit und stand dem Reiternachwuchs für alle Fragen zur Verfügung.
Selbstverständlich wird auch Vorsorge für Notfälle getroffen: Wer später stolzer Besitzer des Reiterpasses sein will, muss z.B. auch lernen, sich von der Gruppe zu entfernen, um Hilfe zu holen, eine Notfallapotheke mitzuführen, einen Druckverband anzulegen und vieles mehr. Selbst die für Pferde giftigen Pflanzen prägten sich die Jungen und Mädchen gewissenhaft ein.
Die Ausbilderinnen Wilma Mall und Brigitte Schmidt setzten hier auf die aktive Mitarbeit der Mädchen: Jede hatte sich auf ein Referat vorbereitet, das dann vor allen Prüflingen gehalten wurde. So setzten sich die Kinder und Jugendlichen nicht nur mit einem Themenbereich rund ums Pferd besonders intensiv auseinander, sie lernten auch noch gleichzeitig, ihre Kenntnisse an die anderen Teilnehmerinnen weiterzuvermitteln. Beratend, ergänzend und unterstützend standen ihnen hierbei die Ausbilderinnen zur Verfügung.
So war Richter Julius Wohlschlegel aus Meißenheim auch sehr zufrieden mit den Kenntnissen der jungen Reiterinnen und Reiter: Alle konnten nach dem gemeinsamen Prüfungsritt und der theoretischen Prüfung den Reiterpass und die Anstecknadeln in Empfang nehmen.
Gegen Abend waren auch die Eltern der stolzen Reiterpassbesitzerinnen auf dem Ponyhof zu Gast: Es wurde gemeinsam gegrillt. Beim Abendessen kamen viele Erlebnisse während der Ausbildungswoche nochmals zur Sprache; die Eltern waren sichtlich stolz auf ihre erfolgreichen Sprösslinge und sehr zufrieden mit dem gelungenen Angebot des Fördervereins.
Die Prüfung haben bestanden:
Désirée Brucker, Katja Göbes, Pascale Keller, Lea Klemp, David Kienzel, Olivia Kienzel, Eva-Maria Leber,Tanja Rechnitzer, Sonja Rieker, Johanna Seitz, Rebecca Trick, Hannah Zuther.
Sigrid Leder-Zuther
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Den „Förderverein europäische Jugendfreizeit- und Bildungsstätte“ aus der Taufe gehoben
Die Stadt Herbolzheim hat seit Sonntagabend einen Verein mehr. Sie ist einen Schritt weitergekommen auf dem Weg, einen „Ort, an dem die Jugend Europas sich begegnet“ innerhalb ihrer Gemarkungsgrenze zu bekommen. 23 Gründungsmitglieder hoben in Haugs Vesperstüble den „Förderverein europäische Jugendfreizeit- und Bildungsstätte Bleichtal e.V.“ aus der Taufe.
Der Verein hat sich zur Aufgabe gemacht, die Bildung und Erziehung von Kindern und Jugendlichen zu fördern, naturverbunden und in Einklang mit Umwelt-, Landschafts- und Tierschutz. Die europäische Integration soll durch grenzüberschreitenden Austausch gefördert werden. Die Integration von körperlich, geistig oder sozial benachteiligten Jugendlichen soll ein weiterer Schwerpunkt der Vereinsarbeit sind.
Wilma Mall ist Vorsitzende des neuen Vereins. Die Mitglieder wählten die Initiatorin des Projekts einstimmig in dieses Amt. Mit gleicher Stimmenzahl wählten sie Wolfgang Kreher zum Vizevorsitzenden, Martin Sattler zum Kassier und Edeltraud Grimm zur Schriftführerin. Die Beisitzer Hans Zuther, Marianne Wehrle und Ulrich Spano ergänzen das Führungsgremium. In den Verwaltungsrat wählten die Mitglieder Bürgermeister Ernst Schilling, Karl Engelmann und Gerhard Grimm.
Nach längerer Diskussion wurde der Jahresbeitrag auf mindestens 25,-- DM festgelegt – absichtlich niedrig: Der Verein möchte für einen weiten Personenkreis offenstehen. Allerdings ist der Betrag nach oben offen; alles über 25,-- DM wird als Spende deklariert.
Die Arbeit kann nun losgehen. Die Vereinsgründung war der erste, dringende Schritt dazu. Der Vorstand wird jetzt eine Geschäftsordnung erstellen und mit den Verhandlungen über Fördermittel beginnen. Er nimmt Kontakt mit der Kreisjugendpflege auf und startet die Mitgliederwerbung. Die Informationsbroschüre bekommt den letzten Schliff. Vor allem sollen auch die Verhandlungen über den Ankauf der „Glöcklemühle“ aufgenommen werden. Denn dort soll die Jugendfreizeit- und Bildungsstätte entstehen, die der Verein tragen und fördern möchte. Ein Ort für jung und alt soll es werden, mit Jugendarbeit und Jugendaustausch im Mittelpunkt, mit Raum für Projekttage, Freizeiten oder Schulungen. Der verantwortungsvolle Umgang mit Tier und Landschaft und das Leben in der Gemeinschaft bei gegenseitiger Toleranz sollen hier vermittelt werden. „Es ist uns allen wichtig, daran mitzuarbeiten, daß das Bleichtal neuen Aufwind bekommt“, sagte Bleichheims Ortsvorsteher Walter Lehmann.
Wilma Mall hat indes schon die Zusage bekommen, dass junge Frauen, die ein freiwilliges soziales Jahr absolvieren, in der Bildungsstätte eingesetzt werden können.
Sigrid Leder-Zuther
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